Die Farbe lila gibt es bereits seit dem Mittelalter. Damals gab es lila in diesem Sinne aber noch nicht. Je nachdem, ob das lila mehr rot oder mehr blau schimmerte, wurde es auch als ebensolches bezeichnet. Der Begriff lila stammt aus dem arabischen. Lilak ist das arabische Wort für Flieder und kam so über Spanien bis nach Frankreich, wo sich lilas als französisches Lehnwort für Flieder entwickelt hat und so das Wort lila entstand.

Babymütze Brombeer

Babymütze Brombeer

Eine Farbe, die Ähnlichkeit mit dem Violett hat, ist das Purpur. Purpur war damals nur Königen, Kaisern oder hohen kirchlichen Würdenträgern als Kleidung vorbehalten, da die Herstellung von wirklichem Purpur immense Kosten verursacht hat. Dies kommt daher, da das Purpur aus einer Schnecke gewonnen wird und man dementsprechend viele Schnecken braucht, um einen Mantel oder ein anderes Kleidungsstück einzufärben. Ja nach Art, Geschlecht, Ernährung der Schnecke und nach der Dauer der einzelnen Farbprozesse färbte sich der Stoff von grün bis hin zu einer Farbe, die fast so dunkel ist wie schwarz. Weitere Farben können sein altrosa, tiefrot, blau oder auch ein violett.

Die fast schwarze Farbe erreichte man durch den längsten Färbeprozess und indem man am meisten von dem Schneckensekret hinzugab. Da dies eben nicht nur sehr Zeit-, sondern auch sehr arbeitsaufwändig war, war dies die Farbe, die am teuersten war und die neben Kleidung aber auch für prunkvolle Urkunden oder auch für wertvolle Buchmalereien verwendet wurde.

Heutzutage ist lila eine der beliebtesten Farben und wieder voll in Mode. Die Herstellung ist lange nicht mehr so aufwändig wie damals und es werden alle möglichen Kleidungsstücke in dieser Farbe hergestellt; von Babymützen bis hin zu Bikinis ist alles dabei. Wobei sich die Farbe lila im kirchlichen Bereich durchaus bis heute erhalten hat, an bestimmten kirchlichen Festtagen wie beispielsweise im Advent oder auch in der Fastenzeit, tragen die Priester die Farbe lila, die hier für Besinnung, Einkehr und Umkehr steht.